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All You Need Is Kill

J 2026 R: Ken’ichirô Akimoto, Yukinori Nakamura, 86 min

Das japanische Studio 4°C, welches in diesem Jahr seinen 40. Geburtstag
feiert, hebt sich mit seinen Produktionen seit jeher angenehm ab vom
Anime-Mainstream. Die Figuren in Filmen wie „Mindgame“, »Mutafukaz« oder
»Tekkonkinkret« sind kantiger, der Stil surrealer, visuell aufregender
und unverkennbar. Das gilt auch für das Regiedebüt von Ken’ichirô
Akimoto und Yukinori Nakamura. Sie haben sich den in Japan äußerst
populären Roman »All You Need Is Kill« von Hiroshi Sakurazaka
vorgenommen, erzählen die Story aber aus weiblicher Perspektive. Die
rothaarige Rita, eine junge Rekrutin in der Vereinigten
Verteidigungseinheit, wacht eines Morgens auf und muss feststellen, dass
sie in einer Zeitschleife gefangen ist. Eine außerirdische Macht tötet
sie und ihre Einheit. Kurz darauf erwacht sie wieder am Morgen zuvor und
muss den Tag erneut durchlaufen. Außer ihr scheint niemand davon
betroffen. Also entwickelt sie mit jedem Tod neue Strategien und
trainiert, um gegen die pflanzenartigen Killer bestehen zu können –
allerdings vergeblich. Rita beißt regelmäßig ins Gras. Bis sie entdeckt,
dass ihr Schicksal mit dem des Computernerds Keiji verbunden ist.
Gemeinsam versuchen sie fortan die Aliens zur Strecke zu bringen und dem
Loop zu entkommen.

Wer jetzt denkt, die Story gab es doch schon mal mit Tom Cruise und
Emily Blunt: Richtig, auch der Realfilm »Edge of Tomorrow« von Doug
Liman basiert auf derselben Romanvorlage. Nun sind die Rollen verdreht
und die launische Rita ist die eindeutig interessantere Protagonistin.
Die mürrische Einzelgängerin schottet sich am liebsten von der Außenwelt
ab. Bis sie dazu gezwungen ist, sich aus ihrem Schneckenhaus zu bewegen.
Das ist (in der deutschen Synchronisation) alles ein wenig zu
offensichtlich behandelt und ausgesprochen. Visuell ist „All You Need Is
Kill“ aber eine wahre Wucht mit abgedrehten Ideen und
schwindelerregenden Actionszenen.


Ein FILMtabs.de Artikel