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Paternal Leave
Gabbriellini, 113 Min.
Zufällig entdeckt die 15-jährige Leo in einem Video ihren Vater, den sie
nie kannte. Auf eigene Faust reist sie mitten im Winter an die Küste
Norditaliens, um ihn zu treffen. Sie findet Paolo in einem verlassenen
Seebad, wo er in einem Wohnwagen lebt und als Surflehrer jobbt. Außerdem
ist er gerade damit beschäftigt, seine letzte Beziehung zu retten und
kümmert sich um seine kleine Tochter. Da kommt der überraschende Besuch
aus der Vergangenheit äußerst ungelegen. Aber Leo lässt nicht locker und
konfrontiert ihn mit unangenehmen Fragen. Ganz langsam nähern sich Vater
und Tochter einander an und entdecken unerwartete Gemeinsamkeiten.
Aufrichtig und ohne Kitsch erzählt die Schauspielerin Alissa Jung in
ihrem Regiedebüt von dieser Begegnung an der winterlichen
Mittelmeerküste. Die Kamera von Carolina Steinbrecher ist dabei ganz bei
ihrer Hauptdarstellerin Juli Grabenhenrich, die hier ihr
vielversprechendes Schauspieldebüt gibt und sich auf Augenhöhe mit ihrem
Gegenüber, dem italienischen Charakterdarsteller Luca Marinelli (»Martin
Eden«), bewegt. Das Zusammenspiel der beiden macht »Paternal Leave«
sehenswert. Es gelingt ihnen, dass wir mit der trotzigen Leo mitfühlen,
aber auch die emotionale Zerrissenheit von Paolo spüren. Das zahlt auf
die Glaubwürdigkeit der Geschichte ein, die Jung selbst schrieb und
einfühlsam inszenierte.
Ein FILMtabs.de Artikel
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- Publiziert von:
- Lars Tuncay, 25.11.2025 / 2:23
- Rubrik:
- Kritiken LT
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