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Hilfe, ich hab meine Freunde geschrumpft

BRD, Italien/Österreich 2020 Regie: Granz Henman, mit Oskar Keymer, Lina Hüesker, Anja Kling, Axel Stein, Andrea Sawatzki, 98 Min. FSK ab 0

Andrea Sawatzki als Mischung aus Dr. Seltsam und der Mutter von Psycho-Hotelier Norman Bates in beschaulicher deutscher Schule? Der bescheidene Trick-Spaß „Hilfe, ich hab meine Freunde geschrumpft“ macht es möglich. Im dritten Teil der deutschen Schulfilm-Serie (nach „Hilfe, ich hab meine Lehrerin geschrumpft“ und „Hilfe, ich hab meine Eltern geschrumpft“) ereignet sich erneut ein kleines Abenteuer rund ums Otto-Leonhard-Gymnasium: Felix und seine Freunde sollen auf Klassenfahrt. Und bevor das magische Wissen von Otto Leonard (Otto) bedroht wird, entwickelt sich ein Eifersuchtsdrama um die neue Schülerin Melanie. Sie verdreht Felix den Kopf, dessen alte Freundin Ella und Felix’ Gang sind wenig begeistert. Es dauert fast die Hälfte des Films, bis der Serien-Clou, das Schrumpfen, angewandt wird. Beim uralten Kintopp-Effekt der „verkleinerten“ Figuren – ziemlich unverändert einer der ältesten Tricks des Films – macht „Hilfe, ich hab meine Freunde geschrumpft“ tricktechnisch für heutige Verhältnisse nicht immer eine gute Figur.

Aber die beliebte Film-Reihe spielt mit Coming-of-Age-Komödie, Teenie-Eifersucht, Kinder-Grusel und den Lachkanonen der Eltern-Generation (Otto, Axel Stein) bewährt ihre Trümpfe aus. Otto gibt den Otto mit Versprechern wie „Ihr Scheusal liegt in deiner Hand“. Die Hauptfigur Felix ist, gespielt von Oskar Keymer, so ein langweiliger künftiger Schwiegersohn, der später sicher Fernsehshows bei den Senioren-Sendern moderieren darf. Also alles wie bewährt und ohne Aufreger – so sollte es wohl sein.


Ein FILMtabs.de Artikel