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Dead Pixels / ZDF

Die Geschichte vom Computer-Nerd, der nur von Pizza lebt, die unter der Tür durchgeschoben wird, ist so alt wie das Betriebssystem MS-DOS. Doch in dunklen Zimmern gibt es noch Nerds wie Meg, Nicky, Usman und Russell, die Tag und Nacht ihr Lieblings-Videogame zocken. Wenn man schon zwei Jahre in „Kingdom Scrolls“ damit verbracht hat, Bären am Fließband totzuschlagen, um ein Schloss zu verdienen, das bald wieder abbrennt, dann kann man nicht einfach ins normale Leben zurück. Im Büro spielen Meg und Nicky nur. Am Ende der ersten Folge erleben wir, dass die beiden eigentlich in Zimmern nebeneinander wohnen. Dabei haben diese soziale Katastrophen nicht wirklich Spaß. Russell, der einfältige und knackige Neue in Büro und Spiel, der sich kindisch amüsiert, ist ihnen zu blöd. Also erschlagen sie ihn zuerst für seine Goldschätze und ignorieren ihn dann – im Spiel.

Die deftige Komödie „Dead Pixels“ wählt die Perspektive der Computerspiel-Süchtigen, die nur vor dem Bildschirm essen und im Spiel heiraten. Vor allem Meg verteidigt diese einseitige Begabung aggressiv und sprachlich saftig. Das jetzt pubertär zu nennen, wäre wie dem Papst Katholizismus vorzuwerfen. Den typisch britischen Spaß präsentiert das ZDF in deutscher Erstaufführung direkt mit beiden Staffeln. Am Freitag ab 23.30 Uhr alle Folgen am Stück. Ab Samstag 10 Uhr in der Mediathek.

„Dead Pixels“, Staffel 1+2 (USA 2020), Regie: Al Campbell, Jamie Jay Johnson, mit Alexa Davies, Will Merrick, Sargon Yelda, David Mumeni, jeweils sechs Folgen à 23 Min., FSK: ab 16


Ein FILMtabs.de Artikel