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Remember Me

USA 2010 (Remember Me) Regie: Allen Coulter mit Robert Pattinson, Pierce Brosnan, Emilie de Ravin, Chris Cooper 113 Min.
Kalkulierte Rebellion
Aus den Trümmern ihrer Vergangenheit finden sie zusammen: Tyler (Robert Pattinson) und Ally (Emilie de Ravin). Anfang Zwanzig sind sie sich im Unklaren darüber, welchen Weg sie einschlagen sollen und zudem traumatisiert durch die eigene Familiengeschichte. Tyler verlor seinen Bruder vor sechs Jahren, als dieser den Freitod wählte. Sein emotionskalter Vater (Pierce Brosnan), Vorsitzender einer Bank, begibt sich nur selten aus seinem erfurchtgebietenden Büro in den Kreis der zerrütteten Familie. Die intelligente und sensible Caroline, seine Schwester, ist alles, was Tyler bleibt. Doch die Elfjährige bedarf seines Schutzes und Tylers eigene Ängste und Zweifel bleiben ungehört.
Bis er Ally begegnet. Auch sie kämpft mit dem Verlust, seit ihre Mutter vor zehn Jahren Opfer eines Gewaltverbrechens wurde. Ihr Vater (Chris Cooper) verkriecht sich im Alkohol und baut die Aggressionen in seinem Job als Polizist ab. Als auch Tyler dies zu spüren bekommt, nimmt das Schicksal seinen Hürdenlauf.
Nach dem unverschämt erfolgreichen Start als Mädchenschwarm in den ersten beiden Teilen der „Twilight“-Reihe versucht sich Pattinson nun im anspruchsvollen Dramenfach. Die Rolle des rebellischen Beaus scheint für ihn geschrieben zu sein. Das Gerechtigkeitsbewusstsein wirkt mit Amnesty International Plakaten in der WG allzu aufgesetzt. Wenn dann am Ende noch die Kurve in politische Dimensionen gekratzt wird, wirkt „Remember Me“ endgültig durchkalkuliert und ärgerlich.


Ein FILMtabs.de Artikel