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Strajk – Die Heldin von Danzig

Strajk – Die Heldin von Danzig
BRD, Polen 2006 (Strajk) Regie: Volker Schlöndorff mit Katharina Thalbach, Andrzej Chyra, Dominique Horwitz 108 Min. FSK: ab 12
 
Streit um Strajk! Mit den besten Absichten hat Volker Schlöndorff einen wichtigen Moment neuerer europäischer Geschichte verfilmt. Und bekommt dafür vor allem in Polen eine Menge Ärger. Nicht nur bei der Initialzündung Polens freier Gewerkschaft Solidarnosc gibt es mehr als eine Sicht der Dinge.
 
Volker Schlöndorffs kehrt nach seinem Oscar-Erfolg (hier ginge aufgrund der Hauptfigur Oskarchen, ausnahmsweise auch: Oskar-Erfolg) "Die Blechtrommel" und dem NS-Schelmenroman "Der Unhold" wieder nach Polen zurück. Die Leninwerft in Danzig ist das Pflaster einer persönlichen Geschichte, die letztendlich zum Fall des Eisernen Vorhangs und zur Neuordnung Europas führte.
 
Die energische Kranführerin Agnieszka (Katharina Thalbach), einst Heldin der Arbeit, wehrt sich gegen Ungerechtigkeiten auf der Leninwerft und wird entlassen. Ihre Kollegen treten darauf in den Streik. Sie zeigen sich solidarisch, das sind die Anfänge der polnischen Solidarnosc.
 
Ins Zentrum der Ereignisse von 1960 bis 1980 setzt Schlöndorff eine Randfigur, die kleine Kranführerin und alleinerziehende Mutter Agnieszka, beeindruckend gespielt von Katharina Thalbach. Diese fiktive Figur basiert teilweise auf der wahren Geschichte von Anna Walentynowicz. Diese beschwert sich nur über "ihr Porträt", die deutsch-polnische Koproduktion kam auch im polnischen Kino nicht besonders gut an. Was wohl eher an ideologischen Vorbehalten und nicht an den Qualitäten des neuen Schlöndorff liegt.


Ein FILMtabs.de Artikel