Ghosts

USA 1997 (Ghosts) Regie Stan Winston, 38 Min.

Nach "Thriller" zeigt sich der König der GesichtsoperationenMichael Jackson wieder in einem extrem gestrecktes Musikvideo.

Ein grauer Pöbel von Biedermännern und -frauen dringt inein düsteres Schloß ein (siehe Tim Burtons "Edward mit denScherenhänden" und"Frankenweenie").Sie wollen ihre Kinder vor dem dort wohnenden Erzähler vonHorrorstories beschützen. Der Elternschreck und Kinderfreund(Michael Jackson) empfängt die "normalen Leute" aus der"normalen Stadt".

Der Anführer (Michael Jackson hinter einer auffälligenMaske) der Biedermänner will den Geschichtenerzählervertreiben, beschimpft ihn als Freak und meint "We don't needghoststories!" Daraufhin bietet der junge Schloßherr ein Spielan: Wer zuerst Angst hat, muß gehen.

Im Kreise herbeigezauberter Tänzer - Mischungen aus Tier undMensch - legt Michael einige Tänzchen aufs Parkett. BegeisterteKindergesichter bestaunen die Filmtricks und Horror-Masken vonStan Winston.

Zusätzlich schreckt Michael als tanzendes Skelett. Ansonstenschreit er alberne Kommandos, schlüpft in den Körper desalten, fülligen Widerparts und hält ihm den Spiegel vor:"Who's the Freak?"

Das inhaltslose Märchen zeigt Effekte statt Ideen. Aus derDrehbuchzusammenarbeit mit Stephen King entstammt vielleicht dieeinzige Weisheit: Horror macht Spaß und ist deshalb gut! Diedünne Handlung und die affigen Tanzschritte sollen mit zu vielenZuschauerblicken aufgepeppt werden: Wenn die Zuschauer im Filmstaunen, muß ja doch etwas an diesem Filmchen dran sein!Ansonsten ist der in Cannes mit großem Aufwandpräsentierte "Ghosts" eine bunte Visitenkarte derStan Winston Studios:Der Abspann zeigt die aufwendige Arbeit an den vielen Masken fürMichael J.


Eine Kritik vonGünter H.Jekubzik

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