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Dust Bunny

USA 2025 R: Bryan Fuller D: Mads Mikkelsen, Sophie Sloan, Sheila Atim,
106 Min.

Die Welt in Bryan Fullers Spielfilmdebüt funktioniert nach ihren eigenen
Regeln, ganz so wie man es von einem der kreativsten Serienschöpfer der
letzten Jahre erwartet. Mit „Pushing Dasies“, „American Gods“ oder „Star
Trek Discovery“ feierte Fuller im Fernsehen Erfolge. Mit „Dust Bunny“
erzählt er nun ein Schauermärchen für die ganze Familie – also zumindest
scheint es zunächst so. Das Haus, in dem die achtjährige Aurora (Sophie
Sloan) mit ihren Eltern lebt, wirkt in seinen kräftigen Farben und
verspielten Ornamenten wie einem Jeunet/Caro-Streifen entlehnt. Der
Einstieg ist märchenhaft, so tut man die Angst des kleinen Mädchens vor
dem Monster unter ihrem Bett auch zunächst als kindliche Phantasie ab.
Doch die Hasengestalt, die sich aus den Staubflusen zusammenfindet, ist
real und hat spitze Zähne. Das müssen auch Auroras Eltern erfahren und
so ist das Mädchen bald auf sich allein gestellt. Nur gut, dass sie des
Nachts ihren schweigsamen Nachbarn (Mad Mikkelsen) beobachtet, wie er in
einer dunklen Gasse gegen Drachen und fiese Schergen kämpft. Also heuert
sie ihn kurzerhand an, um das Monster zu erlegen. Der Auftragskiller ist
allerdings Teil einer größeren Gesellschaft unter der kühlen Laverne
(Sigourney Weaver) und die ist gar nicht begeistert, dass jemand dessen
wahre Identität entdeckt hat.

So wird es alsbald actionreich und auch ganz schön blutig, so dass „Dust
Bunny“ eher zum höchst unterhaltsamen Albtraum wird. Sophie Sloan und
Mad Mikkelsen geben ein gutes Team ab, das nicht von ungefähr an „Léon –
Der Profi“ erinnert. Ein Schuss „Matrix“ steckt aber auch in der DNA von
Fullers Debüt. Auf jeden Fall ist die Mischung frisch, immer
überraschend und kreativ und funktioniert auch dank der gut aufgelegten
Darsteller erstaunlich gut.


Ein FILMtabs.de Artikel