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Viet und Nam
Duy Bao Dinh Dao, Thi Nga Nguyen, 129 Min
Einen Kilometer unter der Erde, in einem im fahlen Licht glitzernden
Meer aus Kohle kommen sich die Minenarbeiter Viêt und Nam näher. Doch
das Glück der einfachen Arbeiter ist nur von kurzer Dauer, denn Nam wird
das Land verlassen, auf der Suche nach einem besseren Leben. Bevor sie
sich trennen, reisen sie mit Nams Mutter in den Süden, wo sein Vater
unter der Erde liegen soll. Wie viele Soldaten kehrte er aus dem
Vietnamkrieg nicht zurück nach Hause. Das ungeklärte Schicksal der
Angehörigen prägt das Trauma eines ganzen Landes. Mit Hilfe von
Seherinnen, die Verbindung ins Totenreich aufnehmen, versuchen die
Hinterbliebenen so etwas wie Frieden zu finden. Die jüngere Generation
sehnt sich nach einem Weg aus der Armut. Die Liebe zwischen den beiden
Männern wird von der Mutter akzeptiert, vor der Gesellschaft muss sie
geheim bleiben. Mit starken Bildern und einem ruhigen Erzählton wirft
Regisseur Minh Quy Truong in „Viet und Nam“ einen ungeschönten Blick auf
sein Heimatland. Deshalb wurde der in Cannes uraufgeführte Film dort
verboten.
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- Publiziert von:
- Lars Tuncay, 04.09.2025 / 12:03
- Rubrik:
- Kritiken LT
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