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Was ist die Liebe wert – Materialists

USA 2025 R: Celine Song, D: Dakota Johnson, Pedro Pascal, Chris Evans
119 Min.

Lucy (Dakota Johnson) ist es gewohnt, die Menschen nach ihrem Marktwert
zu beurteilen. Alter, Größe, Statur und vor allem ihr Bankkonto sind
dabei entscheidend. Innere Werte? Zweitrangig. Ihr Job in einer großen
Dating-Agentur für gut betuchte New Yorker läuft bestens. Gerade hat sie
ihre neunte Ehe vermittelt. Privat scheitert sie dagegen an ihren
eigenen Ansprüchen. Als ihr der reiche, gut aussehende Finanzjongleur
Harry (Pedro Pascal) den Hof macht und sie am selben Abend ihren Ex, den
mittellosen Schauspieler John (Chris Evans), wiedertrifft, muss sie sich
entscheiden: Geld oder Liebe? Celine Song hat sich nach ihrem
Oscar-Erfolg „Past Lives“ dem ewigen Thema in der Menschheitsgeschichte
angenommen. War ihr berührendes Debüt im Kern eine persönliche, aber
universelle Geschichte einer Frau zwischen zwei Kulturen, ist
„Materialists“ vor allem ein New York-Film. Wer im Big Apple leben und
nicht nur überleben will, braucht viel Geld. Reich heiraten ist ein Weg,
der hier wenig mit Liebe zu tun hat. Celine Song, die vor ihrem
Durchbruch selbst eine zeitlang in einer Dating-Agentur arbeitete,
rechnet ehrlich und pointiert mit den Klischees der klassischen Rom-Com
ab und dem amerikanischen Streben nach Status und Besitz, zu dem auch
der richtige Partner oder die richtige Partnerin gehört. Daneben bietet
„Materialists“ aber auch reichlich Schauwerte mit schönen Menschen in
schöner Kleidung und genügend Unterhaltungspotential, um Fans des Genres
nicht zu sehr in die Suppe zu spucken. Dakota Johnson („Fifty Shades Of
Grey“) verkörpert die abgeklärte Lucy zwischen Businesswoman und beste
Freundin. „Mandalorian“ Pedro Pascal und „Captain America“ Chris Evans
sind mal die Helden der zweiten Reihe. Der Weg zur Erkenntnis, das Geld
allein nicht glücklich macht, dürfte aber für manch einen kürzer sein
als die Laufzeit von rund zwei Stunden.


Ein FILMtabs.de Artikel