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Willkommen um zu bleiben
Der Originaltitel „Mr. K“ verweist ganz eindeutig auf Kafkas Figur Herr K. Kafkaesk ist vieles in diesem Film. Je mehr sich das Hotel mit tropfender Textiltapete, eigenwilligen Rohren und Lichtern zu einem lebendigen Organismus wandelt, desto mystischer wird es. Dass die Wände immer näher rücken und das Zimmer von Flüchtlingen belebt wird, könnte eine gesellschaftspolitische Aussage sein. Doch die von Tykwers Kameramann Frank Griebe wunderbar in Szene gesetzte Absurdität verliert sich im aussichtslosen Chaos. Das liegt auch daran, dass unter all den kuriosen Figuren kein Charakter mehr ist, der Crispin Glovers Magier als Gegenspieler gegenübertreten könnte. Die Hauptrolle steht Glover jedoch sehr gut, der als treudoofer General in „Alice im Wunderland“ und als allmächtiger Gegenspieler in „American Gods“ zu sehen war. Großartige Gesichter des europäischen Kinos wie Sunnyi Melles („Triangle of Sadness“), Fionnula Flanagan („The Others“) und Sam Louwyck („Bullhead“) erinnern an ähnlich verrückte Werke der 80er Jahre wie „Delicatessen“ von Marc Caro und Jean-Pierre Jeunet oder „Der Illusionist“ von Freek de Jonge.
„Willkommen um zu bleiben“
(Belgien, Finnland, Niederlande, Norwegen 2024) Regie: Tallulah Hazekamp Schwab, mit Crispin Glover, Sunnyi Melles, Fionnula Flanagan, 96 Min., FSK: ab 12.
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- Publiziert von:
- Günter H. Jekubzik, 14.08.2025 / 10:14
- Rubrik:
- Kritiken GHJ
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