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Willkommen um zu bleiben
Sunnyi Melles, Fionnula Flanagan, 94 Min.
Herr K. (Chrispin Glover) ist Illusionist. Mit Magie bringt er Dinge zum
Schweben und Verschwinden. Doch seine Kunst ist nicht mehr gefragt. Auf
seiner Reise landet er in einem Hotel, das wie er bessere Zeiten gesehen
hat. Die Empfangsdame ist seltsam, die Nacht unruhig. Als er am nächsten
Tag aufbricht, muss er bald feststellen, dass ihn das Hotel nicht gehen
lässt. Jede Abzweigung wird zur Sackgasse, durch die Gänge rumpelt ein
Spielmannszug und die beiden älteren Ladies, die eines der Appartements
bewohnen, haben das Haus auch noch nie verlassen. Schließlich landet
Herr K. in der Küche und versucht dort eine Revolution anzuzetteln, um
endlich einen Weg aus dem Albtraum zu finden.
Die norwegische Regisseurin Tallulah Hazekamp Schwab zieht den Zuschauer
immer tiefer hinein in ihren Kaninchenbau. Das absurde Szenario erinnert
an Terry Gilliams „Brazil“ oder die Filme von Jean-Pierre Jeunet und
Marc Caro, der Name des Protagonisten bewusst an Franz Kafka. Dessen
Geist weht durch die Gänge und wenn das überbordende Konstrukt am Ende
auch nicht ganz aufgehen mag, ist es doch ein surreales Vergnügen.
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- Publiziert von:
- Lars Tuncay, 11.08.2025 / 12:31
- Rubrik:
- Kritiken LT
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