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Eine Million Sandkörnchen
Krieg, Flucht, Vertreibung – Die Nachrichten aus den Krisengebieten in
aller Welt sind immer verbunden mit unzähligen persönlichen Schicksalen.
Die Erlebnisse wiegen besonders schwer auf die Psyche von Kindern. Wenn
sie in einem sicheren Hafen ankommen, tragen sie die Schrecken mit im
Gepäck. Die Expressive Sandarbeit ist eine Art der Therapie, die den
Kindern aber auch Erwachsenen dabei helfen kann, das Erlebte zu
verarbeiten. Entwickelt hat sie die Psychoanalytikerin Eva Pattis Zoja
in der Arbeit mit einem internationalen Team. Heute wird die Therapie in
der Ukraine, im Irak und anderen Krisengebieten erfolgreich eingesetzt.
Der italienische Regisseur Andrea Deaglio begleitet Zoja zunächst bei
der Arbeit mit jesidischen Geflüchteten. Deren Geschichten allein würden
mehr als einen Dokumentarfilm füllen. Deaglio verbindet sie mit der
Briefen und Erlebnissen der Eltern von Zoja, die den Krieg vor 80 Jahren
erlebten. Die Geschichte einer tragischen Liebe ist zwar durchaus
spannend, hätte aber ebenso einen eigenständigen Film verdient. Die
Vermengung der zwei Schauplätze geht in der begrenzten Laufzeit von 64
Minuten nur bedingt auf.
Ein FILMtabs.de Artikel
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- Publiziert von:
- Lars Tuncay, 11.08.2025 / 12:29
- Rubrik:
- Kritiken LT
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