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Renegades

Frankreich, Belgien, BRD, USA 2017 Regie: Steven Quale, mit J.K. Simmons, Sullivan Stapleton, Clemens Schick, Sylvia Hoeks 106 Min. FSK ab 12

Tonnenweise Nazi-Gold, für das deutsche Soldaten ein ganzes kroatisches Dorf ermordet haben, wollen im nächsten deutschen Krieg, 1995 in Sarajevo, fünf US-amerikanische Schnorchel-Soldaten aus der mittlerweile gefluteten Stadt klauen. Zuvor haben sie einen General der Serben entführt, Stil und Film waren dabei so grob wie eine Rumpel-Fahrt mit Panzer durch Sarajevo. Drittklassige Action-Darsteller mühen sich also im Rambo-Stil an allseits dämlichen Handlungen ab, unterstützt von penetranter und stupider Marschmusik. Dazu super Scherze über dumme Eingeborene und sadistisch präsentiertes Morden als Spaß für die guten Mörder aus den USA. Erst im zweiten Teil, nach viel zu langatmiger Einführung, geht einigen im Unterwasser-Finale die Luft aus und etwas Spannung kommt auf. Bei aller arroganter Überlegenheit – zumindest bei der Feuerkraft – riecht das stark nach verwesten Vietnamkriegs-Filmen.

„Renegades“ ist ein europäisches C-Movie von der Resterampe für die Kino-unfreundliche WM-Zeit, in dem gute Schauspieler wie J.K. Simmons („Whiplash“, „Terminator: Genisys“), der Deutsche Clemens Schick („James Bond 007 – Casino Royale”, „Overdrive“) als serbischer General und die Niederländerin Sylvia Hoeks („Blade Runner 2049“, „Whatever Happens“) als kroatisches Liebesobjekt sehr verloren wirken. Simmons gibt den extrem eloquenten und sarkastischen General allerdings mit so viel Verve, dass nur seine Szenen in diesem elenden Filmchen erträglich sind.


Ein FILMtabs.de Artikel