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I’m not a f**king Princess

(My Little Princess) F 2011 Regie: Eva Ionesco mit Isabel Huppert, Anamaria Vartolomei, Georgette Leahu, Denis Lavant 106 Min. FSK ab 12
Die zwölfjährige Violetta (Anamaria Vartolomei) führt ein tristes Leben im Paris der 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Sie braucht die Fürsorge ihrer Mutter Hannah (Isabelle Huppert), doch die ist meist abwesend. Stattdessen wächst sie bei der Urgroßmutter auf, die ihr Leben ganz dem Glauben widmet.
Hannah tummelt sich derweil in Künstlerkreisen und entdeckt die Fotografie und darüber auch eine Beziehung zu ihrer Tochter. Fortan inszeniert sie Violetta als Objekt ihrer abgründigen Bilder. Die kunstvoll-düsteren Aufnahmen sorgen schnell für Aufsehen in der Stadt und mit ihrer offensiven Erotik für einen Skandal. Hannah genügt das nicht und inszeniert die 12jährige in immer lasziveren Posen.
Durch die Obsession der Frau bildet sich ein Riss in der Mutter-Tochter Beziehung, denn Violetta kommt mit dem Verlust ihrer Unschuld nicht zurecht. Hier beginnt „I’m not your f**king princess“ leider auf der Stelle zu treten. Die immer gleichen Konflikte zwischen der unverantwortlichen Mutter und der Tochter, die sich nach Liebe sehnt, drehen sich im Kreis. Was bleibt ist die großartige visuelle Kraft, die die Schauspielerin und Fotografin Eva Ionesco in ihrem Regiedebüt auf die Leinwand bannt – und der fühlbare Schmerz, den ihre Geschichte transportiert, die auch ihre eigene ist. Als Kind hatte die heute 46jährige, die bereits mit 11 Jahren für Roman Polanskis „Der Mieter“ vor der Kamera stand, Ähnliches zu durchleiden. Das macht ihren Film authentisch, hilft aber nicht über die Schwächen des Plots hinweg.


Ein FILMtabs.de Artikel