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The Guard - Ein Ire sieht schwarz

Irland, Großbritannien 2010 (The Guard) Regie: John Michael McDonagh mit Brendan Gleeson, Don Cheadle, Liam Cunningham 96 Min. FSK ab 16
Eigentlich ist es ruhig in dem kleinen Ort in Galway, an der irischen Küste. So ruhig, dass sich Dorfpolizist Gerry Boyle (Brendan Gleeson) ganz dem Trinken und dem Beleidigen der Handvoll Einwohner widmen kann. Doch dann passiert ein Mord, zwielichtige Gestalten tauchen auf und das FBI stört die Ruhe in dem Küstennest. Missmutig muss sich Boyle mit dem Agenten Wendell Everett (Don Cheadle) zusammen tun. Wobei die Arbeit mit dem griesgrämigen Hinterwäldler eher für Everett zur Geduldsprobe wird.
Der Ire John Michael McDonagh hat sein Regiedebüt ganz auf Brendan Gleeson zurechtgeschnitten. Sein bulliger Landsmann, der bereits in „Brügge sehen und sterben“ und in den Harry Potter-Verfilmungen mit seiner nassforschen Art für Lacher sorgte, ist hier ganz in seinem Element. Als herrlich unkorrekter Bruder der österreichischen Hader-Verkörperung Brenner überrascht Boyle immer wieder mit tödlich trockenen One-Linern. Dabei trägt er seine Fremdenfeindlichkeit offen zur Schau und erlaubt keine andere Sicht der Dinge, als die Seine.
Neben Gleeson glänzt Don Cheadle („L.A. Crash“) als ruhiger Gegenpol in der wunderschönen, rauen Landschaft – passend zum rauen Umgangston. Dazu spielt die großartige Tex-Mex-Combo Calexico ihre entschleunigten Lieder und mit dem schrulligen Sheriff und dem engagierten Marshall vor Augen wähnt man sich fast in einem irischen Western. Einem Tiefschwarzhumorigen selbstverständlich.


Ein FILMtabs.de Artikel