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Attack the Block

Großbritannien 2011 (Attack the Block) Regie: Joe Cornish mit Nick Frost, Jodie Whittaker, Luke Treadaway, John Boyega 88 Min. FSK ab 16
Wilde Jugend
Vor den jüngsten Ausschreitungen im Königreich mag es schizophren anmuten, einer Gruppe Jugendlicher dabei zuzusehen, wie sie sich gewaltsam den Weg durch die Straßen bahnen. Das ändert aber nichts daran, dass „Attack the Block“ ein riesengroßer Spaß für Genrefreunde und eine echte Frischzellenkur für das britische Kino ist. Moses (John Boyega) und seine Homies haben nichts Besseres zu tun, als die Straßen unsicher zu machen und bei ihrem Kumpel, dem Grasdealer Ron (Nick Frost) abzuhängen. Bis ein Gesteinsbrocken vom Himmel fällt und ein Alien mit rasiermesserscharfen Beißern aus dem Krater kriecht. Der Außerirdische erweist sich als äußerst flink und gefräßig. Gegen die Jungs sieht er allerdings kein Land. Der kleine war jedoch nur die Vorhut einer ganzen Armee von größeren Brocken und bald schwärmt ein Rudel tiefschwarzer Fellwesen mit fluoreszierenden Reißern durch die Straßen South Londons. Es wird Zeit, sich zu bewaffnen und die durch exzessives Videospielen erworbenen Skills erweisen sich als äußerst nützlich. Wild und respektlos lässt TV-Comedian Joe Cornish seine ungewöhnlichen Helden auf die Zuschauer los. Seine Protagonisten sind karikierte Witzfiguren, wenn sie die Brut mit Macheten malträtieren und Baseballschlägern bashen steigt trotzdem die Stimmung im Kinosaal. „Shaun of the Dead“-Macher Edgar Wright produzierte das Regiedebüt und sein Kumpel Nick Frost („Hot Fuzz“) übernahm eine Nebenrolle. Seine Auftritte mit dem von Luke Treadaway verkörperten benebelten Kiffer Brewis sind die Highlights in dieser cleveren, temporeichen Alien-Schlachtplatte.


Ein FILMtabs.de Artikel