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Westwind
D 2011 Regie: Robert Thalheim mit Luise Heyer, Friederike Brecht, Franz Dinda, Volker Bruch, Hans Uwe Bauer 90 Min.
Liebe über den Zaun
Für die Zwillinge Doreen und Isabel ist die Zukunft in der DDR voll spannender Perspektiven. Als zukünftige Leistungssportlerinnen beim Ruderclub Dynamo ziehen sie schon bald nach Ost-Berlin. Vorher lädt sie ihr Trainer Balisch in ein deutsch-ungarisches Pionierlager am Balaton ein und hier geraten ihre Pläne ins Wanken. Gleich zu Beginn lernen sie eine Gruppe westdeutscher Jugendlicher kennen, die ihnen einen Blick in eine andere Welt offenbaren, die der ihren gar nicht so unähnlich zu sein scheint. Hüben wie drüben wir gelacht, getanzt und geliebt – auch über Grenzen hinweg. So verliebt sich Doreen bald in Arne und genießt die befristete Beziehung, als gäbe es kein Morgen. Isabel muss darunter leiden, sieht sie doch nicht nur mit an, wie sich Doreen immer mehr von ihr entfernt. Sie muss sie auch vor Balisch und den Anderen im Lager decken. Der Tag der Abreise rückt näher und Doreen hat eine Entscheidung zu fällen. Die Erlebnisse der Geschwister Susann und Doreen Schimk gehören auf die Leinwand. Der Sommer im Jahre 1988 steht exemplarisch für unzählige verhinderte Ost-West-Beziehungen. Dass bei der Umsetzung alles richtig gemacht wurde, ist Robert Thalheim („Netto“) zu verdanken, der genau beobachtet und der Geschichte zwar Leichtigkeit verleiht, sie aber nie in Seichtigkeit versinken lässt. Das Schauspielerduo Luise Heyer und Friederike Brecht agiert zudem eindrucksvoll synchron und natürlich. Versehen mit einigen starken Bildern und einem zeitgemäßen 80er-Synth-Pop-Soundtrack eröffnet sich dem Publikum ein Einblick in eine vielleicht schon vergessene Zeit.
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- Publiziert von:
- Lars Tuncay, 24.08.2011 / 10:00
- Rubrik:
- Kritiken LT
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