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Die Einsamkeit der Primzahlen
(La solitudine dei numeri primi) I/D/F 2010 Regie: Saverio Constanzo mit Alba Rohrwacher, Luca Marinelli, Maurizio Donadoni, Isabella Rossellini 119 Min.
Grandios gesponnen
Alice (Alba Rohrwacher) und Mattia (Luca Marinelli) wachsen getrennt voneinander in den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts auf. Doch sie verbindet ein schicksalshaftes Band. Der introvertierte Einzelgänger Mattia muss früh lernen ein „kleiner Mann“ zu sein, wie es ihm seine stets besorgte Mutter (Isabella Rosselini) immer wieder eintrichtert. Ihre Sorgen und das geforderte Verantwortungsbewusstsein gelten Matteos Zwillingsschwester Michela, um die sich der Junge kümmern muss. So bleibt ihm eine unbeschwerte Kindheit verwehrt. Doch dann geschieht ein Unglück, dass auch den erwachsenen Matteo nicht ruhen lässt. Alice leidet derweil unter der schwierigen Beziehung zu ihren Eltern und der Abstinenz von Liebe. Ihre Mutter ist stets abwesend und ihr Vater entgegnet ihren suchenden Blicken nach Anerkennung mit Druck und Disziplin. Auch ihr Leben wird nachhaltig durch das Schicksal geprägt.. Als sich Alice und Matteo begegnen entwickelt sich zunächst eher eine gegenseitige Faszination. Bis daraus Liebe wird, gehen viele Jahre ins Land. Bravourös verknüpfte der gerade einmal 26 Jahre junge Autor Paolo Giordano Debütroman „Die Einsamkeit der Primzahlen“ die Handlungsfäden und spinnt ein eindringliches Kaleidoskop seiner Kindheit in Italien. Mehr als 1,5 Millionen verkauften Exemplaren folgt nun die Verfilmung von Saverio Constanzo, der es versteht, die Spannung mit unchronologischen Sprüngen ins Unerträgliche zu steigern. Mike Pattons (Faith No More) Score und eine zeitgemäße Ausstattung lassen den Betrachter gänzlich in der tragischen Geschichte aufgehen, die genau dann endet, wenn der richtige Zeitpunkt auf dem Lebensweg der Protagonisten erreicht ist.
Ein FILMtabs.de Artikel
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- Publiziert von:
- Lars Tuncay, 12.08.2011 / 8:00
- Rubrik:
- Kritiken LT
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