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Pirates of the Caribbean - Fremde Gezeiten
(Pirates of the Caribbean: On stranger tides) Regie: Rob Marshall mit Johnny Depp, Geoffrey Rush, Penélope Cruz, Ian McShane 130 Min. FSK ab 12
Wie passend: Captain Jack Sparrow und Co. auf der Suche nach dem Jungbrunnen – nachdem die Kritik die Piraten zuletzt Kielholen schickte, nun also der Versuch mit neuer Besatzung der vom Sinken bedrohten Franchise neues Leben einzuhauchen. Der neue Kurs geht Richtung Erstling (der noch auf den Namen „Fluch der Karibik“ hörte – warum Disney den Titel später verenglischte ist eines der größten Rätsel jenseits der Gewässer der Südsee). Dieses neu gefundene Traditionsbewusstsein ist durchaus begrüßenswert. Allerdings stellte Teil eins vor rund acht Jahren eine angenehme Wiederbelebung des Abenteuerkinos dar. Seitdem ist viel Wasser den Bug entlang geflossen und die zur Serie mutierte Adaption einer Disneyparkattraktion benötigt selbst den Defibrillator. Es bleibt das Geheimnis von Big Bruckheimer, wie er auf die Idee kam, ausgerechnet Rob Marshall zu engagieren, wo der doch in „Chicago“ Minimalismus zum neuen Chique erklärte. Was Marshall abliefert ist solide, altbackene Seeräuberaction mit allem, was dazu gehört. Das Popcorn wird also bei diesen zweieinhalb Stunden nicht fad, schmeckt aber leicht wie schon gegessen. Warum sich schließlich bei einem Produktionsbudget im dreistelligen Millionenbereich und einem Heer an emsigen Kostümbildnern und Setdesignern zwei Drittel des Films im Dunkeln abspielen, bleibt in eben jenem.
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- Publiziert von:
- Lars Tuncay, 19.05.2011 / 12:30
- Rubrik:
- Kritiken LT
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