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Cannes 2011 Restless
Leichter Abschied
Eine andere Perspektive eines bekannten Amoklaufs zeigte einst der Amerikaner Gus van Sant und erhielt für „Elephant“ 2003 eine Goldene Palme. Nun berührte er mit einer fast zarten Annäherung zweier junger Menschen an den Tod in „Restless“: Enoch kann den Unfall-Tod seiner Eltern nicht verkraften und verliebt sich ausgerechnet in Anna, die wegen ihrer Hirn-Tumors nur noch wenige Monate zu leben hat. Verspielt überspielt der nur Schwarz tragende Junge seinen Schmerz. Und spielt Schiffe-Versenken mit dem Geist eines Kamikaze-Piloten! Verspielt, leicht, manchmal magisch und durch tolle Independent-Songs unterlegt, meistert van Sant das ernste Thema. Die häufigste Stellungnahme nach diesem Eröffnungsfilm der Nebenreihe „Un Certain Regard“ war das Wegwischen von Tränchen. Die letzten Worte Enochs sind Bilder der Erinnerung - meisterlich, wie van Sant genau damit berührt.
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- Publiziert von:
- Günter H. Jekubzik, 13.05.2011 / 10:30
- Rubrik:
- Kritiken GHJ
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