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Brighton Rock
GB 2010 Regie: Rowan Joffe mit Sam Riley, Andrea Riseborough, Helen Mirren, John Hurt, Phil Davis 111 Min. FSK ab 16
Ohne Skrupel
Es brodelt in dem englischen Seebad in jenem Herbst Anfang der Sechziger. Mods und Rocker beherrschen die Straßen. Am Vorabend des gewalttätigen Aufeinandertreffens der Subkulturen mit der Obrigkeit geschieht ein Mord unter der Brücke am Pier. Der Kleinganove Pinkie (Sam Riley „Control“) tötet einen Handlanger des verfeindeten Mobsters Colleoni (Andy Serkis). Einzige Zeugin: die naive Kellnerin Rose (Andrea Risborough). Pinkie schleicht sich in ihr Leben und setzt sie unter Druck. Ihr konservatives Elternhaus kollidiert mit der Aura des Verbotenen, die Pinkie umgibt und sie verliebt sich bedingungslos in ihn. Der junge Wilde muss sich derweil vor seiner Gang behaupten, die nach dem Ableben des Bandenchefs ohne Kopf ist. Unbarmherzig treibt Pinkie seinen Aufstieg in der Unterwelt voran.
Die Neuinterpretation des Romans „Am Abgrund des Lebens“ von Graham Greene, der bereits 1947 mit Richard Attenborough in der Hauptrolle verfilmt wurde, steht ganz in der Tradition des britischen Gangsterfilms. Mit einem hohen Maß an Authentizität verfrachtet Regisseur Rowan Joffe die Handlung seines Leinwanddebüts in die unruhigen Sechziger. Ein Cast aus exzellenten Schauspielern der jüngeren (Riley, Riseborough), wie der älteren (Mirren, Hurt) Garde des britischen Kinos und eine bedrückende Spannung ziehen die Schlinge um den Hals des Kinogängers zunehmend enger.
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- Publiziert von:
- Lars Tuncay, 20.04.2011 / 11:30
- Rubrik:
- Kritiken LT
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