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Ohne Limit

USA 2011 (Limitless) Regie: Neil Burger mit Bradley Cooper, Abbie Cornish, Robert De Niro, Anna Friel 105 Min.
Schwindelerregend Bekanntlich nutzt der Mensch nur einen Bruchteil seines Gehirns und damit nur wenig seines eigentlichen Potentials. Was passiert, wenn sich einem Durchschnittstypen die Türen zu den verschlossenen Räumen seines Intellekts öffnen? Eddi Morra (Bradley Cooper) ist dieser Typ, ungepflegt, arbeitslos und selbsterklärter Autor eines Romans, der noch in seinem Kopf vor sich hin döst. Zufällig läuft er dem Bruder seiner Ex über den Weg und der bietet ihm eine kleine, durchsichtige Pille an, die auf den Namen NZT hört. Als Eddi sie schluckt, sprühen plötzlich seine Synapsen funken. Das Buch ist in wenigen Tagen vollendet, Eddis Erscheinungsbild ist wie verwandelt und seine Konversationsfähigkeit öffnet ihm überall die Türen der Mächtigen und Herzen der Frauen. Doch sein Vorrat ist begrenzt, sein Dealer tot und sein Geheimnis nicht mehr sicher. Nicht nur visuell berauscht Neil Burgers faszinierendes Gedankenspiel. Neben den verdrehten Kamerafahrten macht besonders Bradley Coopers („The Hangover“) Charme und die Eloquenz seiner Figur schwindelig. In der ersten Hälfte des Trips verfolgt man Eddis Eindrücke noch gebannt, dann realisiert man jedoch, dass der Protagonist bei aller Intelligenz doch nur ein Loser auf der Jagd nach persönlicher Bereicherung ist. Am Ende ist die fragwürdige Moral, dass eine Drogensucht absolut okay ist, solange man nur genügend Stoff hat. Irgendwie bleibt das dumpfe Gefühl, dass Eddi bei aller Gier nach Wissen nichts gelernt hat. Das mag vielleicht realistisch oder fatalistisch sein, beim Kinogänger herrscht Katerstimmung.


Ein FILMtabs.de Artikel