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In einer besseren Welt
(Hævnen) DK/S 2010 Regie: Susanne Bier mit Ulrich Thomsen, Mikael Persbrandt, Trine Dyrholm, Willim Jøhnk Nielsen, Markus Rygaard
Moralischer Scheideweg
Christian (Willim Jøhnk Nielsen) kommt mit seinem Vater Claus (Ulrich Thomsen) aus London in die dänische Provinz. Die Mutter ist gerade gestorben und der Teenager verarbeitet den Verlust und den abrupten Wechsel seines Umfelds nur schwer. Sein Vater ist abwesend und Christian muss sich derweil in der neuen Schule behaupten. Er schlägt sich auf die Seite des introvertierten Elias (Markus Rygaard), der von den Mitschülern getriezt wird. Bis die Situation eskaliert.
Elias’ Vater ist ebenso wenig da für die Probleme seines Sohns. Während der Junge mit blutiger Nase nach Hause zur überforderten Mutter (Trine Dyrholm) kommt, ist Vater Anton (Mikael Persbrandt) in Afrika. Er leistet dort Entwicklungshilfe und gerät an seine Grenzen, als ein lokaler Bandenchef verwundet in sein Hospiz kommt.
Schuld und Moral – eine Handvoll Menschen am Scheideweg hat Regisseurin Susanne Bier („Nach der Hochzeit“) für ihren Film vor der Kamera versammelt. Gemeinsam mit Drehbuchautor Anders Thomas Jensen („Adams Äpfel“), mit dem sie auch schon „Open Hearts“ inszenierte, stellt sie unbequeme Fragen und konfrontiert den Kinogänger mit einem moralischen Dilemma. Für die schauspielerische Glaubwüdigkeit sorgt ein exzellenter Cast, der die emotional dichte Story glänzend transportiert. So ist „In einer besseren Welt“, der mit dem Golden Globe im Gepäck beste Chancen auf den Oscar in der Kategorie nichtenglischsprachiger Film hat, ein weiterer Beweis für die Stärke des dänischen Dramenkinos.
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- Publiziert von:
- Lars Tuncay, 22.03.2011 / 2:00
- Rubrik:
- Kritiken LT
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