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Small World

F/D 2010 Regie: Bruno Chiche mit Gérard Depardieu, Alexandra Maria Lara, Françoise Fabian, Niels Arestrup Yannick Renier 93 Min.
Martin Suter wird allmählich vom Kino entdeckt. Nach „Giulias Verschwinden“ ist mit „Small World“ nun ein weiterer seiner Bestseller für die Leinwand adaptiert worden. Darin beweißt der Schweizer Autor erneut, dass er gesellschaftliche Geschicke mit einer spannenden Krimihandlung meisterhaft zu verknüpfen versteht.
Auch diese Geschichte lässt sich zunächst viel Zeit, die Hierarchie der „kleinen Welt“ der reichen Industriellenfamilie Senn zu ergründen. Das alternde Familienoberhaupt Elvira (Françoise Fabian) hat die Zügel fest in der Hand. Ihr Sohn Thomas (Niels Arestrup) frönt eher dem Golfspiel, als geschäftlichen Verpflichtungen und Philippe (Yannick Renier), der Jüngste im Clan, lebt im Luxus. Gerade hat er die hübsche Simone (Alexandra Maria Lara) geheiratet, als Konrad (Gerard Dépardieu) in ihr Leben platzt. Der 60jährige ist ein kleines Rädchen in dieser Maschinerie und kümmert sich schon seit vielen Jahren um das Ferienhaus der Familie. Als das Anwesen abbrennt und Konrad verwirrt bei den Senns auftaucht, zeigt sich, dass er allmählich den Verstand verliert. Die Familie, die ihn einst großzog, kümmert sich nun um ihn, sehr zum Missfallen der meisten Mitglieder. Doch Simone ist fasziniert von diesem Mann und begibt sich auf die Suche nach den Puzzleteilen seiner Vergangenheit.
Fesselnd fügt sich dabei die Geschichte zusammen und offenbart finstere Abgründe. Getragen wird sie von exzellenten Darstellern. Alexandra Maria Lara agiert angenehm zurückhaltend, während Depardieu die Leinwand gehört. Seine Darstellung eines liebenswürdigen Alten, der allmählich den Boden unter seinen Füßen verliert, berührt zutiefst.


Ein FILMtabs.de Artikel