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Monsters

Großbritannien 2010 (Monsters) Regie: Gareth Edwards mit Whitney Able, Scoot McNairy 93 Min. FSK ab 12
Greifbare Gefahr
Die nahe Zukunft: sechs Jahre nachdem ein Raumschiff mit Spuren außerirdischen Lebens über Lateinamerika abstürzte und die Kreaturen begannen sich über den Dschungel auszubreiten, stecken Samantha (Whitney Able) und Andrew (Scott McNairy) an der mexikanischen Küste fest. Die beiden sind unfreiwillige Reisepartner. Er ist eigentlich Fotograf auf der Jagd nach einem möglichst dramatischen Bild des Kampfes gegen die außerirdische Brut, um es für viel Geld an die Medien zu verkaufen. Er hat sich allerdings als Begleiter der Tochter eines reichen Geschäftsmannes anheuern lassen und versprochen sie sicher zur Grenze in die Staaten zu bringen.
Die USA werden von einem gigantischen Schutzwall gegen die Monster umgeben. Unmittelbar vor der Wand liegt eine Infektionszone, in der die Spezies wächst und gedeiht. Als der Wasserweg nach Nordamerika gesperrt wird und die letzte Fähre ohne sie ablegt, bleibt Sam und Andi nichts anderes übrig als den lebensgefährlichen Weg durch die Zone anzutreten.
Mit reduzierten Mitteln gelingt es dem Engländer Gareth Edwards die Gefahr als fortwährenden Begleiter glaubhaft fühlbar zu machen. Mit einem Mikrobudget von gerade mal 200.000 Dollar realisierte er seinen Science Fictioner, der in seinem realistischen Habitus an „District 9“ erinnert, den dokumentarischen Ansatz des letztjährigen Überraschungshits jedoch nicht nötig hat. Vielmehr setzt er auf den realistischen Umgang mit einer Bedrohung und glaubhafte Figuren. Ebenso wie der südafrikanische Kollege Blomkamp beweißt er damit eindrucksvoll, dass gute und glaubhafte Science Fiction keinen Overkill an Lärm und Effekten benötigt.


Ein FILMtabs.de Artikel