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Einfach zu haben

USA 2010 (Easy A) Regie: Will Gluck mit Emma Stone, Penn Badgley, Amanda Bynes 92 Min. FSK ab 12
Die amerikanische Highschool wird im Kino für gewöhnlich als unbarmherziger Mikrokosmos dargestellt. Für die Nerds und Loser ist er die Hölle, für die Promqueens und Quaterbacks die beste Zeit ihres Lebens. Bislang gab es jedoch noch keine Filmfigur, die sich dieses System dermaßen zunutze gemacht hat, wie Olive (Emma Stone). dank liberaler Erziehung (in den Elternrollen wunderbar: Stanley Tucchi und Patricia Clarkson) bringt sie genügend Hirn mit in die Schule, um sich dem Zirkus nicht hingeben zu müssen. Auf der anderen Seite macht es sie zur Außenseiterin. Mehr noch als zunächst erwartet, als sie die Lüge streut, ihre Jungfräulichkeit mit einem Fremden hinter sich gelassen zu haben. Die Gerüchteküche brodelt und Olive genießt die plötzliche Aufmerksamkeit. Allerdings droht ihre Suppe alsbald anzubrennen, denn plötzlich stehen die Verehrer und Loser Schlange, um mit ihr gesehen zu werden und vor allem bei den Konkurrentinnen wächst ihr Image als Schlampe.
Dank eines hervorragenden Drehbuchs, das die sexuelle Prüderie der amerikanischen Gesellschaft ebenso clever reflektiert, wie deren Frömmigkeit und Sucht nach dem oberflächlichen Schein, wirkt Olivias Pfad der Untugend nie platt. Auch wenn am Ende doch die Moralkeule hinter dem Rücken blitzt – „Einfach zu haben“ ist die beste US- Komödie seit „Juno“.


Ein FILMtabs.de Artikel