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Jungs bleiben Jungs
Frankreich 2009 (Les Beaux Gosses) Regie: Riad Sattouf mit Vincent Lacoste, Anthony Sonigo, Alice Trémolière 90 Min.
Von den Hürden des Erwachsenwerdens
Dem französischen Kino gelingt es immer wieder, das Lebensgefühl der Jugend authentisch einzufangen. Abseits von Klischees und peinlichen Aussetzern werden Jugendliche und ihre Probleme ernst genommen, auch wenn ihre Nöte vielleicht nicht von existentieller Bedeutung sind. Auch Hervés (Vincent Lacoste) Leben ist aus seiner Sicht nicht einfach. Der 14jährige lebt mit seiner Mutter zusammen, die ihm rund um die Uhr auf die Nerven geht, in der Schule ist er des Öfteren Zielscheibe für die Rowdies seiner Klasse und zu allem Überfluss muss er auch noch bei den Mädchen punkten. Sein Kumpel Camel (Anthony Sonigo) redet von nichts anderem mehr und die süße Mitschülerin Aurore (Alice Tremolieres) beginnt sich für den schüchternen Jungen zu interessieren. Nur, dass der Ahnungslose davon zunächst nicht sonderlich viel mitbekommt. Auf der Schwelle zum Erwachsenwerden leben die Protagonisten in einem Schwebezustand zwischen erwachender Sexualität und nachgelebtem Aufschneidertum der Älteren. Der Regisseur und Comicautor Riad Sattouf fängt diesen Moment in einer charmanten Episode ein und blickt dafür nicht zurück, wie zuletzt Sam Gabarski („Vertraute Fremde“), sondern orientiert sich eher an einem kontemporären Blickwinkel wie es auch dem Kinohit „LOL“ gelang. „Jungs bleiben Jungs“ entwickelte sich so zum Publikumsrenner und wird sicher auch bei uns für volle Säle sorgen. Eine ausreichende Portion Witz und Wahrheit hat er auf jeden Fall auf seiner Seite.
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- Publiziert von:
- Lars Tuncay, 28.07.2010 / 11:10
- Rubrik:
- Kritiken LT
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