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Please Give
USA 2009 Regie: Nicole Holofcener mit Rebecca Hall, Amanda Peet, Catherine Keener, Oliver Platt 90 Min.
Menschen in Manhattan
Wohnraum ist teuer in New York. Daher spekuliert man hier, wenn man es sich leisten kann, auch gern mit den Eventualitäten. Dem Pärchen Kate (Catherine Keener) und Alex (Oliver Platt) geht es gut. Das Geschäft mit Antiquitäten läuft prächtig und die beiden haben sich in einem schicken Appartement eingenistet. Noch schicker wäre es allerdings, wenn sie die Wohnung nebenan für sich in Anspruch nehmen könnten. Doch dort wohnt die giftspeiende Alte Andra (Ann Morgan Guilbert), die nicht an einem baldigen Ableben interessiert ist.
Während Kate und Alex nebenan weiter von einem Ausbau träumen, kümmert sich Rebecca (Rebecca Hall) aufopferungsvoll um ihre Mutter. Sie gibt bereitwillig ihr Leben für andere auf und lässt sich auch nicht von ihrer Schwester Mary (Amanda Peet), die den Hausdrachen auch am liebsten beerdigen würde, davon abhalten. Bald kreuzen sich die Wege der ungleichen Vier nicht mehr nur im Hausflur.
Die Heuchelei der Reichen war schon bei Nicole Holofcenters Erstling „Friends with Money“ Thema. Die „Sex & the City“-Regisseurin kennt sich aus im Milleu der gehobenen Mittelklasse, deren Probleme eigentlich keine sind und die sich ihr gutes Gewissen damit erkaufen, dass sie dem Penner an der Ecke regelmäßig ein paar Dollarscheine in die Hand drücken. Mit „Please Give“ gelingt der Regisseurin ein sorgfältig beobachtetes Gesellschaftsdrama mit einer Prise schwarzem Humor und ausgefeilten Dialogen. In den Hauptrollen kann sie sich zudem auf ein exzellentes Schauspielerensemble verlassen, aus dem Catherine Keener als Frau mittleren Alters in der Sinnkrise heraussticht.
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- Publiziert von:
- Lars Tuncay, 22.07.2010 / 11:10
- Rubrik:
- Kritiken LT
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