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Verdammnis

Schweden, Dänemark, BRD 2009 (Luftslottet Som Sprängdes) Regie: Daniel Alfredson mit Michael Nyqvist, Noomi Rapace, Jacob Ericksson, Sofia Ledarp 146 Min. FSK ab 16
Ende mit Schrecken
Die Millennium-Trilogie erfährt ihren Abschluss: kurz nach dem Aufeinandertreffen mit Zalachenko (Georgi Staykov) ist Lisbeth Salander (Noomi Rapace) auf dem Weg ins Krankenhaus. Nur mit Glück hat sie überlebt und findet auch in der Genesungsstätte keine Ruhe. Als Zalachenko ermordet wird, fällt der Verdacht erneut auf sie. Niemand will ihre Version der Ereignisse hören, zumal sie der zwielichtige Psychiater Teleborian (Anders Ahlbom Rosendahl) als paranoid-schizophren diagnostiziert. Hilfe erhält sie nur von Mikael Blomkvist (Michael Nyqvist), der als einziger an ihre Unschuld glaubt. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, denn der Prozess naht und damit die Abschiebung in die Klapse. Doch der Bienenstock in den Blomkvist und die Millennium-Redaktion stechen, um die wahren Hintermänner zu finden, scheint ohne Boden.
„Vergebung“ schließt nahtlos an „Verdammnis“ an. Auch visuell, denn erneut war hier Daniel Alfredson als Regisseur am Werk, der die Reihe weg vom grimmigen Psychokrimi des ersten Films führte. Wenige Minuten nach dem Showdown von Teil zwei entspinnt sich die Handlung immer mehr in Richtung Politthriller und folgerichtig spielt sich der dritte Part zu weiten Teilen im Gerichtssaal ab, wo Lisbeths schreckliche Vergangenheit offenbart wird und sich der Kreis schließt. Autor Stig Larsson hatte zwar eine Fortsetzung der Geschichte im Sinn, als er unerwartet verstarb, doch die Geschichte findet mit Teil drei einen würdigen Abschluss. Überragend wieder die Hauptdarsteller, Michael Nyqvist als der kämpferische Blomkvist und die junge Noomi Rapace, die ihre Figur seit „Verblendung“ eine erstaunliche Metamorphose hat durchlaufen lassen.


Ein FILMtabs.de Artikel