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Splice

Kanada, Frankreich 2009 (Splice) Regie: Vincenzo Natali mit Adrien Brody, Sarah Polley, Delphine Chanéac 108 Min. FSK ab 16
Spiel mit der Schöpfung
Wie viele Risiken darf man eingehen, um die Forschung voran zu treiben? Das junge Wissenschaftlerpärchen Clive (Adrian Brody) und Elsa (Sarah Polley) setzt sich über sämtliche legale und ethische Grundsätze hinweg. Die Angestellten eines Pharmakonzerns spielen Gott und kreuzen die Gene von Tieren und Pflanzen mit menschlicher DNA. Das Experiment gelingt, doch wie wir es von klassischen Monsterfilmen gewohnt sind, wendet sich die Schöpfung bald gegen seine Herren.
Der amerikanische Ausnahmeautor und -regisseur Vincenzo Natali („Cube“) stellt in seinem ersten Film seit sieben Jahren einige unbequeme Fragen: Wie weit darf man gehen in einer Welt, in der alles möglich ist? Dabei gelingt ihm ein spannender Grusel mit unverhohlener Kritik am Forschungswahn. Die Zitate reichen quer durch die Horrorgeschichte, von „Frankenstein“ bis „Alien“, verharren aber nicht in reiner Referenz. Natali liebt es die menschlichen Abgründe auszuloten. Visuell berauschend und von einem exzellenten Darstellerpaar getragen schuf er mit „Splice“ einen modernen Genrevertreter mit Hirn, der trotz seines vorhersehbaren Showdowns bis zum Schluss fesselt.


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