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Keep Surfing
D 2009 Regie: Björn Richie Lob 96 Minuten
Weitab vom Meer
Surfer vermutet man traditionell eher in Kalifornien, als am Weißwurstäquator. Surffilme sind eher auf Hawaii angesiedelt, als in der Münchener Innenstadt – und doch hat sich genau dort in mehr als dreißig Jahren eine aktive Szene von Brettakrobaten gebildet.
Björn Richie Lob dokumentiert zunächst die Entstehung in den Achtzigern und lässt dabei die Väter der Bewegung, von denen einige heute selbst Familienväter sind, zu Wort kommen. Sie schildern die Entdeckung der Welle auf dem Eisbachkanal, umringt von Schildern, auf denen „Lebensgefahr“ oder „schwimmen verboten“ zu lesen ist. Mit glänzenden Augen beschreiben sie die ersten Versuche, ihren amerikanischen Vorbildern nachzueifern und vermitteln den Triumph, als es ihnen gelang, die Welle künstlich zu stabilisieren.
Die Sprecher sind Freaks. Idealisten, die interessant genug sind, um den Zuschauer über den Noveltyeffekt des Flusssurfens hinaus zu unterhalten. Zudem ist das ganze Surffilm-typisch mit faszinierenden Kameraeinstellungen und schnellen Schnitten stylisch präsentiert. Regiekollege Benjamin Quabeck („Nichts bereuen“) hat seine Erfahrung eingebracht und Lob bei seinem Debüt unterstützt. Dennoch wird die Dokumentation vor allem Sportbegeisterte und Surfenthusiasten ansprechen, die auch diese Welle reiten werden – selbst wenn sie in Bayern liegt.
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- Publiziert von:
- Lars Tuncay, 19.05.2010 / 4:10
- Rubrik:
- Kritiken LT
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