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Männerherzen
Die emotionale Orientierungslosigkeit seiner männlichen Mitstreiter hat Schauspieler Simon Verhoeven („Stellunsgwechsel“) dazu veranlasst zum zweiten Mal auf dem Regiestuhl Platz zu nehmen. Anhand von fünf Individuen beleuchtet er das Gefühls- und Beziehungsleben der Männer in der Gegenwart. Da wäre zum einen Musikproduzent und Womanizer Jerome (Til Schweiger), der es gewohnt ist, täglich mit einer Anderen in die Kissen zu hüpfen und erst durch den Schlagerfutzi Bruce (Justus von Dohnányi) auf den Pfad der Erkenntnis gebracht wird. Von so einem Leben kann Pollunderträger Günther nur träumen. Der Verwaltungsbeamte sehnt sich heimlich nach der großen Liebe, scheitert bei seinen Anmachversuchen jedoch regelmäßig an der eigenen Tollpatschigkeit. Auch Philip (Maxim Mehmet) mäandert vor sich hin und wird erst durch die Schwangerschaft seiner Gelegenheitsfreundin Nina (Jana Pallaske) gezwungen, sein Leben in die Hand zu nehmen. Handgreiflich wird hingegen Roland (Wotan Wilke Möhring) allzu leicht, besonders wenn es darum geht, um die Liebe seiner Verflossenen Susanne (Nadja Uhl) zu kämpfen. Leider realisiert er dabei nicht, dass es dafür längst zu spät ist.
Männer wollen eigentlich auch nur Liebe – so die nüchterne Erkenntnis von Verhoevens Bestandsaufnahme. Ganz so leichtfüßig, wie er die Dinge zeichnet, sind sich freilich nicht. Trotzdem unterhält sein Beziehungsreigen ganz passabel und bei einer solch vorzeigbaren Besetzung kann man(n) die Sportschau durchaus mal ausfallen lassen, um mit der Partnerin einen leidlich unterhaltsamen Kinoabend zu verbringen. Denn Gefühle sind ja eigentlich Frauensache.
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- Publiziert von:
- Lars Tuncay, 15.10.2009 / 1:11
- Rubrik:
- Kritiken LT
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