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Verblendung

(Män som hatar kvinnor) S 2009 Regie: Niels Arden Oplev mit Noomi Rapace, Michael Nyqvist, Sven-Bertil Taube, Lena Endre
Wurmstich
Dass die Schweden Meister der Spannung sind, dürfte nicht erst seit „Wallander“ bekannt sein. Vor allem auf dem Buchmarkt tummeln sich eine Vielzahl Serien fesselnder Literatur. Einer der erfolgreichsten Vertreter ist Stieg Larssons „Millennium“-Trilogie, die nun den Weg auf die große Leinwand fand.
Protagonist in allen drei Teilen ist Mikael „Kalle“ Blomkvist, ein Politjournalist, der aufs Glatteis geführt wurde und seinen Schreibtisch bei der Tageszeitung „Millennium“ räumen musste. Durch den Skandal werden an unterschiedlichen Orten zwei Menschen auf ihn aufmerksam: der Großindustrielle Henrik Vanger, der Blomkvist einen Job anbietet, und die Hackerin Lisbeth Salander, von deren Existenz er noch nichts ahnt. Blomkvist reist in den frostigen Norden Schwedens, wo der Familienclan der Vangers seit Generationen auf einer abgeschiedenen Insel lebt. Der Auftraggeber Henrik möchte an seinem Lebensabend endlich das rätselhafte Verschwinden seiner Enkelin Harriet klären, das bereits viele Jahrzehnte zurückliegt. Sicher ist nur, dass jemand aus der Familie mit der Tat zu tun hat. Blomkvist macht sich auf die Suche nach längst verwischten Spuren und erfährt dabei unerwartet Hilfe aus der Ferne.
Dreckig-düster ist die Welt aus Korruption, Mord und perversen Machtphantasien, die Stieg Larssen entwarf. Regisseur Niels Arden Oplev findet adäquate Bilder in Blau und Grau für seine Worte und verschont den Zuschauer dabei nicht. Unter der Oberfläche des Krimis schlägt das Herz eines Polit-Thrillers. „Verblendung“ bildet den Auftakt einer anspruchsvollen, schonungslosen Abrechnung mit der Gesellschaft die der engagierte Journalist und Autor Larssen kur vor seinem frühen Tod veröffentlichte. Teil zwei und drei sind bereits abgedreht und folgen 2010.


Ein FILMtabs.de Artikel