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It might get loud
USA 2008 Regie: Davis Guggenheim 97 Min.
Ehrfurchtgebietend
Drei Gitarrengötter – drei Biographien – drei Liebeserklärungen an ein Instrument. Jimmy Page sorgte mit Led Zeppelin in den Siebzigern für eine Revolution der britischen Gitarrenmusik. Nachdem er als Sessionmusiker an Aufnahmen unzähliger Künstler beteiligt war, durchbrach er das eng geschnürte Korsett gesitteter, radiokompatibler Musik mit exzessiven Gitarrenriffs und Songs jenseits der Zehnminutenmarke. David Howell Evans prägte unter dem Namen The Edge den Saitensound der Neunziger und schuf mit seiner Band U2, die aus dem DIY-Gedanken des Punk hervorgegangen war, Hymnen für die Ewigkeit. Jack White wiederum, Gitarrist und Sänger u.a. bei den White Stripes, wuchs im ärmlichen Detroit auf und hat es sich und seinem abgewetzten Lieblingsinstrument nie einfach gemacht. Er sucht seine Inspiration tief in den Anfangstagen des Blues und liebt das Klangexperiment.
Diese drei Musiker holte der Dokumentarfilmer Davis Guggenheim („Eine unbequeme Wahrheit“) an einen Tisch, um über ihre Passion zu philosophieren. Die Auseinandersetzung mit der eigenen Kunst klappt individuell und im gemeinsamen Gespräch auch ganz hervorragend. Lediglich in der biographischen Verknüpfung der völlig unterschiedlichen Lebenswege hinkt Guggenheims Doku, kommen die drei doch aus verschiedenen Teilen der Erde und wurden völlig unterschiedlich mit der Musik sozialisiert. Trotzdem ist das, was sie zu erzählen haben, stets spannend und dem Oscarpreisträger gelingt ein längst überfälliger Tribut an das wichtigste Musikinstrument der vergangenen Hundert Jahre.
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- Publiziert von:
- Lars Tuncay, 26.08.2009 / 10:15
- Rubrik:
- Kritiken LT
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