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Kommissar Bellamy
Frankreich 2009 (Bellamy) Regie: Claude Chabrol mit Gérard Depardieu, Clovis Cornillac, Jacques Gamblin, Marie Bunel 110 Min.
Elefantenhochzeit
Kaum zu glauben, dass es mit KOMMISSAR BELLAMY tatsächlich zum ersten Aufeinandertreffen der beiden Schwergewichte des französischen Kinos kommt. Doch Gérard Depardieu (LA VIE EN ROSE) und Claude Chabrol (BIESTER) haben in ihren Jahrzehnte währenden Karrieren nie zusammen gearbeitet. Jetzt ist es soweit und die beiden scheinen ganz in ihrem Element.
Depardieu gibt den gemütlichen Polizeibeamten im sommerlichen Nîmes. Hier wollte er eigentlich ein paar ruhige Tage mit seiner Frau (Marie Bunel) verbringen, doch die sind ihm nicht vergönnt. Schneller, als er denkt, steckt er knietief in einem Versicherungsbetrug mit tödlichen Folgen. Als Bellamys Bruder (Clovis Cornillac) auftaucht und sich bei ihnen einnistet, ist es endgültig mit der Ruhe vorbei.
Die Zutaten stimmen in Chabrols 58. Spielfilm und doch schmeckt die Melange etwas fad. Das liegt zu einem guten Teil daran, dass der Meister in den letzten Jahren den nötigen Biss verloren hat, der seinen Blick auf die französische Gesellschaft einst auszeichnete. So wirkt dieser Chabrol zahnlos, allzu routiniert. Ein weiterer Eintrag in die Filmographie, diesmal halt mit Depardieu. Der muss hier ironischerweise auf alle Genüsse verzichten und glänzt im Zusammenspiel mit den übrigen Akteuren, wenn doch hier und da der feine Witz Chabrols aufblitzt. Doch am Ende führt der Plot ins Leere und man verlässt mit knurrendem Magen das Kino.
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- Publiziert von:
- Lars Tuncay, 10.07.2009 / 3:10
- Rubrik:
- Kritiken LT
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