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Schattenwelt

D 2008 Regie: Connie Walther mit Franziska Petri, Ulrich Noethen, Tatja Seibt, Christoph Bach, Eva Mattes, Uwe Kockisch 92 Min.
Traumabewältigung
Valerie lebt ein betäubtes Leben. Ihren Sohn sieht sie nur gelegentlich. Das Sorgerecht hat man ihr entzogen, nachdem sie ihn verprügelt hatte. Über ihr hängt ein nicht abgeschlossenes Trauma ihrer Kindheit. Damals hatte sie mit ansehen müssen, wie ihr Vater erschossen wurde – von RAF Terroristen. Einer der Drahtzieher, genannt Saul, ist nach 22 Jahren wieder auf freiem Fuß. Er versucht unterzutauchen, doch Valerie hat sich bereits neben ihm eingemietet und beginnt sein Leben zu unterwandern.
Das Kino hat bisher nur die Täter der Ereignisse des Deutschen Herbstes beleuchtet. Neben den Popstars, die in heldenverherrlichender Actionkost zu schrecklichem Leben erweckt wurden, schien für die Opfer kein Platz. Regisseurin Connie Walther zeigt nun in aschfahlen Bildern die Folgen, die ihre Taten über Generationen hinweg angerichtet haben. Obwohl sie fiktive Figuren wählt, sind die Parallelen zu den Verurteilten wie Christian Klar deutlich. Die Hauptdarsteller Franziska Petri und Ulrich Noethen gaben sich selbst auf in ihren Rollen und spielen mit schwer erträglicher Intensität. Ohne übertriebenen Lärm wird so die Ohnmacht deutlich, die das Volk auch 30 Jahre später noch zu lähmen scheint. 

Ein FILMtabs.de Artikel