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Crossing Over

USA 2008 (Crossing Over) Regie: Wayne Kramer mit Harrison Ford, Ray Liotta, Ashley Judd 113 Min. FSK ab 16
Grenzgeschichten
Der Episodenfilm ist groß in Mode, bietet es sich doch auch an, unterschiedliche Sichtweisen auf ein komplexes Thema in einem Kaleidoskop aus Geschichten zu beleuchten. „L.A. Crash“ schaffte dies mit dem Thema Rassismus, „Trade“ befasste sich überzeugend mit dem Menschenhandel. Autor und Regisseur Wayne Kramer („The Cooler“) widmen sich nun einem ebenso kontroversen Sujet: der Einwanderung.
Kein Land symbolisiert für so viele Menschen den Traum von einem besseren Leben als die Vereinigten Staaten. Täglich strömen Tausende legal oder illegal vor allem über die Grenzen im Süden. Mit nativen Mexikanern hat daher auch Max Brogan täglich zu tun. Der Agent der Einwanderungsbehörde wird auf seine alten Tage sentimental in einem kaltschnäuzigen Gewerbe und hilft einer jungen Frau. Sein Partner, ein Latino, ist derweil knietief verstrickt in zwielichtige Taten. Währenddessen sucht ein koreanischer Teenager seine Identität und eine junge Australierin träumt von der Schauspielkarriere.
Kramer weiß wovon er da erzählt, schließlich ist er selbst gebürtiger Südafrikaner und musste jahrelang auf die US-Staatsbürgerschaft hoffen. Das Geschäft mit diesem wertvollen Status deckt er mit erschreckender Authentizität auf und baut ohne übermäßigen Pathos ein kluges und spannendes Thrillerdrama, in dessen Zentrum ein besonnener Harrison Ford nach Menschlichkeit sucht. 


Ein FILMtabs.de Artikel