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Che - Revolucion
USA, Spanien 2008 (Che: Part One - The Argentine) Regie: Steven Soderbergh mit Benicio Del Toro, Franka Potente, Benjamin Bratt 126 Min.
Der lange Atem der Revolution
Er ist eine Ikone der T-Shirtindustrie und Held der Popkultur. Aber eigentlich waren seine Ziele völlig andere. Steven Soderbergh bemüht sich nach zahllosen Biopics über „Che“ nun auf gleich zwei Filmlängen die wahre Geschichte des Ernesto Guevara zu erzählen. „Revolucion“ setzt im Dschungel ein, schwenkt aber in der Chronologie der Revolution immer wieder umher. So beginnt die Geschichte eigentlich1956 auf der Yacht „Granma“ und mit dem folgenschweren Zusammentreffen des jungen Ernesto und seines zukünftigen „Partner in Crime“ Fidel Castro. Gemeinsam hecken sie den Plan aus, den korrupten Diktator Kubas, Fulgencio Batista, zu stürzen und das Land in die Freiheit zu führen. Castro wird zum Strippenzieher und Guevara sein Soldat. Eigentlich ausgebildeter Arzt, legt er die Berufung bald nieder, um sich ganz seiner Führungstalente zu widmen. Er zieht in den Krieg für Bildung und soziale Gerechtigkeit. 1959 führt er seine Guerillakrieger schließlich in Richtung Havana um die letzte Schlacht für ein freies Kuba zu kämpfen. Soderbergh zeigt den Held mit hehren Zielen als Idealist mit Asthma. Mit Benicio Del Toro („Traffic“) fand er seine ideale Verkörperung. Del Toros Präsenz ist allgegenwärtig. Dieser Kraftakt brachte ihm den Darstellerpreis in Cannes ein. Der langwierige, zermürbende Dschungelkampf zehrt indes auch an der Ausdauer der Kinobesucher. Die müssen zudem auch abseits der Leinwand Durchhaltevermögen beweisen, denn der zweite Teil wird hierzulande erst einen ganzen Monat später in den Kinos zu sehen sein. Doch die Investition lohnt, denn Soderbergh gelingt mit seinem Projekt eine authentische Abbildung der Historie einer Legende.
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- Publiziert von:
- Lars Tuncay, 13.06.2009 / 4:15
- Rubrik:
- Kritiken LT
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