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Transsibirian
GB, BRD, Spanien 2007 (Transsiberian) Regie: Brad Anderson mit Woody Harrelson, Emily Mortimer, Kate Mara, Ben Kingsley 111 Min. FSK: ab 16
Fremde im Zug
Roy und Jessie sind eigentlich zwei gegensaetzliche Charaktere. Fuer den
biederen Roy sind Eisenbahnen das groesste, waherend die freigeistige
Emily das Abenteuer sucht. Um ihrer Heimreise von einem Kinderhilfsprojekt
in Peking etwas Wuerze zu verleihen, lassen sie sich auf den Trip mit der
transsibirischen Eisenbahn ein. Dort treffen sie auf das
Traveller-Paerchen Carlos und Abby. Der rassige Spanier Carlos macht sich
an Emily ran, die angezogen und abgestossen zugleich auf seine
Annaeherungsversuche reagiert. Als die beiden alleine sind, weil Roy den
Zug verpasst hat, geraten die Dinge aus der Hand. Die Reise geht weiter,
doch Jessie wird gejagt von Schuldgefuehlen und dem skeptischen Inspektor
Grinko, einem russischen Drogenfahnder. Noch ahnt das amerikanische
Paerchen naemlich nichts von der heissen Fracht, die Carlos ihnen
untergeschoben hat.
Der Amerikaner Brad Anderson begeisterte bereits 2004 auf der Berlinale
mit seinem grandiose gefilmten Thriller “The Machinist”. In diesem jahr
war er wieder in Berlin zu Gast und hatte sein neues Werk im Reisekoffer,
das voellig andere Gleise betritt. “Transsiberian” ist ein klassischer
Film Noir im Stile Hitchcocks, dessen Spannung sich ganz deutlich aus dem
begrenzten Raum der Zugabteile ergibt. Der einfach Plot und die
klischeehaft dargestellten Russen kann man bestenfalls als Homage an die
grosse Aera des Genres verstehen. Am Ende sind es aber die durchgaengige
Spannung und eine hervorragende Besetzung, die den Film auf der Strecke
halten.
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- Publiziert von:
- Lars Tuncay, 09.12.2008 / 2:10
- Rubrik:
- Kritiken LT
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