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Robert Zimmermann wundert sich über die Liebe
D 2008 R: Leander Haußmann Mit Tom Schilling, Maruschka Detmers, Christian Sengewald, Johann Adam Oest, Marlen Diekhoff, Annika Kuhl, Bettina Stucky, Steffi Kühnert, Sammy Steward, Julia Dietze 102 Min.
Lieben lernen
„Ja, genau wie Bob Dylan“ – reagiert der Jungunternehmer Robert Zimmermann zumeist genervt auf die übliche Frage seiner Mitmenschen bei Nennung seines Namens. Mit dem alternativen Musiker hat der Karrieremensch nämlich so gut wie überhaupt nichts gemeinsam. Auch mit Gefühlen tut sich der Computerspieldesigner schwer. Die Eltern sind stinkreich und zerstritten, die Schwester rebelliert und ihm ist die ganze Sippe eher peinlich. Als er aber eines Tages die wesentlich ältere Monika in der Reinigung trifft, ist es um ihn geschehen. Fortan stellt er ihr nach, überschüttet sie mit Blumen und Komplimenten und erkennt sich selbst nicht wieder.
Mit seiner Verfilmung des Romans von Gernot Gricksch, der seine Vorlage auch selbst adaptierte, findet Leaner Haußmann zum absurden Witz zurück, der seinen „Herr Lehmann“ so charmant macht. Die Stimme des „Lehmann“-Autors Sven Regener und die Musik von Element of Crime bietet da nicht den einzigen Link von Hamburg nach Berlin. Ansonsten huldigt Haußmann offensichtlich seinem großen Vorbild „Die Reifeprüfung“ und unterfüttert seine Version mit knalligen Bollywoodeinlagen, skurrilen Charakteren und schrägen Situationen. So wird der Film mit dem exorbitanten Titel zu eine außergewöhnlichen Spaß – einer angenehm anderen deutschen Komödie.
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- Publiziert von:
- Lars Tuncay, 28.08.2008 / 2:05
- Rubrik:
- Kritiken LT
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