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Darjeeling Limited
USA 2007 (The Darjeeling Limited) Regie: Wes Anderson, mit Owen Wilson, Jason Schwartzman, Adrien Brody, 105 Min. FSK: ab 6
Selbstfindungstrip
Wes Anderson mag abgeschlossene Räume, um seine skurrilen, kleinen Geschichten zu erzählen. Bei „Die Tiefseetaucher“ war es ein überraschend geräumiges Unterseeboot. Nun setzt er seine Protagonisten an Bord eines Zuges. „Darjeeling Limited“ wird dieser genannt und rollt quer durch Indien. In einem seiner Abteile treffen sich die Brüder Francis (Owen Wilson), Peter (Adrien Brody) und Jack (Jason Schwartzman). Francis hat sie zusammengetrommelt, um sie zum Seelenheil zu führen. Alte Streitigkeiten sollen vergessen und eine neue Einheit beschworen werden. Aber die unterschiedlichen Macken der drei unter einen Hut zu bringen, ist gar nicht so einfach. Peter hat ein Faible für gefährliche Tiere, Jack eins für Frauen im Allgemeinen und Francis ist ein notorischer Kontrollfreak. Gemeinsam wollen sie ihre Mutter aufspüren, die ein Kloster am Fuß des Himalajas leitet. Die anderen beiden wissen es nur noch nicht. Doch dies ist nicht die letzte Überraschung, die sich auf der langen und abenteuerlichen Reise offenbart.
Wie beim U-Boot nutzt Anderson auch hier die Abteile des Zuges geschickt, um seine Geschichte zu erzählen. Charaktere vom Anfang des Films, wie etwa der namenlose Reisende, der von Bill Murray dargestellt wird, tauchen so erneut auf und geben dem Film den nötigen Fluss, um ihn auf der Spur zu halten. Ansonsten zweigt die Geschichte immer wieder auf Nebengleise ab, die sehr zur Unterhaltsamkeit beitragen. So wird aus dem mit Skurrilitäten gespickten „Gleis-Movie“ das bisher reifste Werk Andersons.
Im Vorprogramm läuft der Kurzfilm “Hotel Chevalier”, der hervorragend auf den folgenden Trip einstimmt.
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- Publiziert von:
- Lars Tuncay, 03.01.2008 / 2:00
- Rubrik:
- Kritiken LT
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