« Happy Feet | Home | Little Miss Sunshine »

Bye, Bye Blackbird

D/Österreich/Luxembourg 2005 Regie: Robinson Savary Mit: James Thierree, Derek Jacobi, Izabella Miko, Michael Lonsdale, Jodhi May 99 Min. FSK ab 6

Schwindelerregend
London zu Beginn der 20. Jahrhunderts: Der Trapezkünstler Josef (James Thierree) kommt nach einem tragischen Unfall in den Zirkus von Lord Dempsey (Derek Jacobi), einem selbstsüchtigen Patriarchen, der in dem Jungen eine Goldgrube sieht. Josef soll gemeinsam mit Alice (Izabella Miko), der wunderschönen Tochter des Direktors, am Trapez hoch über der Menge auftreten. Die beiden werden schnell zu den Stars in der Manege und Josef verliebt sich unsterblich in die blonde Lichtgestalt. Doch Alice sieht in ihm nur einen Weg, der Zirkuswelt zu entfliehen und schmiedet einen perfiden Plan, der Josef in den Wahnsinn treibt.
Traumhafte Bilder in schwindelerregender Höhe – was sonst würde man von dem vielfach ausgezeichneten französischen Fotografen Robinson Savary erwarten? Savary gelingt eine in der Art nie da gewesene Kameraakrobatik, die verbunden mit der authentischen Ausstattung und Couleur, ein berauschendes Erlebnis für die Sinne darstellt. Sein Hauptdarsteller James Thieree, Enkel des legendären Charlie Chaplin und Spross einer Schauspielerfamilie besitzt eine unglaubliche Grazie in luftiger Höhe und seine Ausstrahlung allein füllt die Leinwand auf einnehmende Art und Weise. Aber das allein reicht nicht zu einem guten Film. Zu steif sind die Dialoge, zu dünn die Geschichte. So ist „Bye, Bye Blackbird“ zwar visuell brillant, aber inhaltlich leer.

Ein FILMtabs.de Artikel