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Wie sehr liebst du mich?

Frankreich 2005 (Combien tu m’aimes?) Regie: Bertrand Blier mit Monica Bellucci, Bernard Campan, Gérard Depardieu 94 Min. FSK: ab 12

Die Frau. Unzählige Regisseure haben es sichtlich genossen, sie in über 100 Jahren Film ins rechte Licht zu setzen, ihnen die Leinwand zu widmen, ihre Schönheit für die Ewigkeit einzufangen. Auch Bertrand Blier („Abendanzug“) ist da kein Unbedarfter. Mit „Wie sehr liebst du mich?“ hat der Franzose nun der Leinwandgöttin Monica Bellucci ein Denkmal gesetzt. Mit einer Operette ohne Musik.
Schauplatz des Reigens ist hauptsächlich die Wohnung des Protagonisten Francois (Bernard Campan), einem ruhigen Büroangestellten mit schwachem Herzen. Eines Nachts steht er vor einem Edelbordell und bewundert die laszive Schönheit Daniela (Monica Belluci) durch das Fenster. Schließlich setzt er sich in Bewegung, betritt den Laden und spricht sie an. Es stellt sich heraus, dass er einige Millionen Euro im Lotto gewonnen hat. Er macht Daniela ein Angebot: 100.000 Euro im Monat, wenn sie mit ihm zusammenlebt. Daniela willigt ein und zieht zu Francois. Anfangs verbringen die beiden – entgegen dem Rat seines Freundes und Arztes André (Jean-Pierre Darroussin) – eine wunderschöne Zeit. Doch dann beginnt sich Daniela in ihrem neuen Umfeld unwohl zu fühlen. Und außerdem ist da ja noch ihr Ehemann, der Unterweltboss Charlie (Gérard Depardieu).
Regisseur Blier benutzt die Elemente der Oper, um seine Liebesgeschichte zu erzählen. Man sollte also eine gewisse Liebe für das Singtheater mitbringen, denn obwohl hier nicht gesungen wird, sind doch die Elemente allgegenwärtig: ein wiederkehrendes musikalisches Leitmotiv, grelle Beleuchtung und laute, schrille Szenen, die meist mit einer Plötzlichkeit kommen, dass sie den unvorbereiteten Zuschauer verwirren. So spaltet der Film die Meinungen, aber auf die Schönheit der Bellucci werden sich wohl alle einigen können.


Ein FILMtabs.de Artikel