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Reine Formsache
Reine Formsache D 2006 R: Ralf Huettner mit Marc Hosemann, Christiane Paul, Bastian Pastewka, Michael Gwisdek, Oliver Korittke, Floriane Daniel 95 Min. FSK ab 6
Formell uninteressant
Am Anfang steht das Ende der Ehe zwischen Felix (Marc Hosemann) und Pola (Christiane Paul). Nachdem der passionierte Spieler Felix eine Zeit lang in Las Vegas verbracht hat, erwartet ihn Pola daheim mit den Scheidungspapieren. Felix sieht dies aber nur als Gelegenheit, das Herz seiner großen Liebe zurück zu gewinnen. Diese plant derweil den Abflug nach Paris, um mit dem Franzosen Hannibal ein neues Leben anzufangen. Doch Felix lässt nicht locker: er quartiert sich erstmal bei seinen Freunden, dem ständig streitenden Ehepaar Gustav (Bastian Pastewka) und Effi (Floriane Daniel) ein, bei deren Hochzeit sich Felix und Pola kennen lernten. Aber weder der frustrierte Gustav, noch der eifersüchtige Barbesitzer Wito (Oliver Korittke) können Felix weiterhelfen. Zu allem Überfluss schläft er auch noch mit dessen Frau Ada, womit er in Polas Augen seinem Image als Schürzenjäger gerecht wird. Als Felix jedoch sogar einen Job in dem Restaurant, in dem Pola arbeitet annimmt, weckt er schließlich ihre Aufmerksamkeit.
Jeder romantisch veranlagte Kinogänger weiß von der ersten Minute an, wie das Hin und Her zwischen Felix und Pola enden wird. Da ist die Laufzeit von 95 Minuten reine Formsache. Deshalb richtet sich die Romanze von Regisseur Ralf Huettner, der mit seinen „Musterknaben“ noch gut unterhalten konnte, an alle Unverbesserlichen, die sich für den Kinoabend einfach der Illusion der wahren Liebe hingeben wollen. Wäre die Schmonzette neben der ersten Garde des deutschen Films nicht mit Marc Hosemann („Liebe Deine Nächste“), dessen äußerst beschränkte schauspielerische Fähigkeiten wohl durch sein Aussehen aufgewogen werden sollen, besetzt, würde sich der Kinobesuch zumindest für die Schauspieler lohnen. Zumal besonders Pastewka hier eine glänzend tragiskomische Darbietung bringt. Doch die Til Schweiger-Kopie Hosemann und das Drehbuchdebüt des langjährigen Casting-Chefs Béla Jarzyk stolpern unbeholfen von einem Klischee ins Nächste und machen aus „Reine Formsache“ Hochglanzkitsch fürs TV-Abendprogramm.
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- Publiziert von:
- Lars Tuncay, 15.04.2006 / 4:50
- Rubrik:
- Kritiken LT
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