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Ein Zwilling kommt selten allein

USA 1998 (The Parent Trap) Regie Nancy Myers, 127 Min.

Im amerikanischen Feriencamp müssen sie erst mächtig mitden Dickschädeln aneinanderknallen bevor Hallie und Anniemerken, daß sie Zwillinge sind. Ma und Pa trennten sich vor 12Jahren und nun braucht der Film das Zehnfache an Minuten, um beidewieder zusammenzubringen. Dabei spielen Dennis Quaid (Pa) und NatashaRichardson (Ma) doch so nett, aber vielleicht hätten sie es mitdem quirligen, klugen und selbstbewußten Gör in doppelterAusführung niemals ausgehalten. Und jetzt gibt sich der Film soviel Mühe, die kleine Lindsay Lohan in fast jeder Szene alsAnnie und gleichzeitig als Hallie zu verdoppeln. Doch Ernst beiseite,so klischeehaft, trivial und kitschig wie befürchtet ist diese"Elternfalle" gar nicht. Die Situationskomik funktioniert ebenso wiedie schnellen Dialoge. Etwas Schwarzweiß-Zeichnung bei derbösen Heiratskandidatin (selbst hier zitiert sich Disney mit"Cruella deVille") und vor allem das unzeitgemäße Verbeißenin die Kernfamilie zeigen, daß die Vorlage aus den Sechzigernstammt. Insgesamt eine geschickte Einübung kleiner Mädchenin die künftigen Kitsch-Angebote Hollywoods für erwachseneFrauen ("Eine zweite Chance").


Eine Kritik von GünterH. Jekubzik

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