Wrong world

O.m.U., Australien 1984, Regie: Ian Pringle, 94 Min.

Eine Frau und ein Mann treffen sich. Er will irgendetwas von ihr, läuft ihr nach. Sie raubt ihn aus, wird von ihm wiedergefunden und beide machen sich auf, um Mittelpunkte eines australischen Road-Movies zu sein. Was David und Mary allerdings aufzuarbeiten haben, zeigt, daß es so einfach nicht ist. Sie ist drogenabhängig, während er als ehemaliger Weltverbesserer, gescheitert an den Kulturunterschieden zu seinen bolivianischen Patienten, keinen Lebenssinn mehr findet und Wärme durch Morphium erhält. Durch harmonisch intergrierte Rückblenden wird Davids Geschichte in drei Welten -Bolivien, USA, Australien- nacherzählt, während die Kamera immer wieder nahe an sein tiefes, vielschichtiges Gesicht rückt. Die ruhigen Aufnahmen der Dialoge und der fast nur nachts stattfindenden Handlung lassen Fragen offen und Zeit für eigene Gedanken. Eine interessante Musikbegleitung und eher poetische Tagebuchtexte verstärken diesen Eindruck.


Eine Kritik vonGünter H.Jekubzik

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