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Perdita Durango

Sp/Mexiko 1997 (Perdita Durango) Regie Alex de la Iglesia, 128Min. FSK ab 18

An der Grenze von Mexiko zur USA beginnt der Gewalttrip einesleidenschaftlich sadistischen und moralisch verkrüppeltenPärchens. Und er wird weit über die Grenze desErträglichen hinaus gehen. Die knallharte Perdita Durango(Rosie Perez)trifft den aus der Karibik stammenden Voodoo-Priester Romeo Dolorosa(JavierBardem). Zusammen erleben sie eine ganz gewöhnlicheLiebesgeschichte mit viel Roadmovie. Wären da nicht dievöllig von menschlichen Mitgefühl losgelöstenGewaltexzesse.

"Perdita Durango" ist ein dummer, inkonsequenter und sinnarmerLatino-Brutalo, der nicht nur "Pulp Fiction" und ähnlicheVorbilder ausschlachtend übertrifft, er macht sich auch ganzkonkret und rächend über die weißen Unterdrückerher. Die Vergewaltigung von Barbie und Ken ist jedoch nichtpolitisch, sondern höchstens "originell" gemeint. Schon mit"Accion Mutante" drang derbaskische Regisseur Alex de la Iglesia in die tiefsten Regionen vonSchmerz und geschmäcklerischem Brutalo-Kitsch ein. JavierBardem, der bei "LiveFlesh" an den Rollstuhl gebundene Traummann aus Spanien, ist hierals Macho-Teufel mit teils rasiertem, teils mähnigemSchädel nicht wiederzuerkennen.


Eine Kritik von GünterH. Jekubzik

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