Neun Monate
Fr. 1993 (Neuf mois) R: Patrick Braoude
Als Samuel von seiner zukünftigen Vaterschaft erfährt, fährt er das Auto erstmal vor Schreck in eine Scheune. Der gemeinsame Wochenendausflug mit einem kinderreichen Paar macht Samuel noch deutlicher, daß er kein Kind will. Die Szenen mit zerstörerischen, nervenden Blagen sind auch wunderbar abschreckend. Die Auseinandersetzung mit seiner Frau Mathilde eskaliert bis zur Trennung und eine nette Komödie hätte hier wachsen können. Doch scheinbar hat sich Autor, Regisseur und Hauptdarsteller Patrick Braoude, als ihm keine Scherze mit Kinder-Hassern mehr einfielen, entschieden, einen netten Film über das Kinderkriegen anzuhängen. Der Wandel Samuels ist vollkommen unmotiviert. Waren anfangs noch Alpträume von Gottesanbeterinnen, die ihre Gatten verspeisen, zu genießen, dreht das viel zu lange Machwerk mit der Geburt völlig zu einer dämlichen Komödie ab.
Eine Kritik vonGünter H.Jekubzik
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