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Love is the devil
GB/Fr 1998 (Love is the devil - Study for a Portrait of Francis Bacon) Regie und Buch John Maybury, 90 Min.
Die filmische Biographie - oder genauer: die Studie zum Porträt - des Malers Francis Bacon (Derek Jacobi) und zu seiner sieben Jahre mit dem einfachen Einbrecher George Dyer (Daniel Craig) ist eindeutig ein Kunstfilm. Die chronologischen Abläufe entschlüsseln sich kaum aus den Träumen, Erinnerungen, Szenen und Zeitsprüngen. Der aggressive Sex zwischen den beiden Männern findet sich in den starken Bildern ebenso wieder wie die snobistische Künstlerszene Londons der Endsechzigern. Als einfältiger Einbrecher stolperte Dyer in die Arme des weltweit gefeierten Künstlers. Mit häßlicher Dominanz erniedrigte und erbettelte Bacon Liebe. Am Ende wird Dyer sich umbringen.
Regisseur John Maybury kommt vom Experimentalfilm und traut sich einen vielfältig wilden Stil. Mit stark verzerrenden Linsen und anderen Effekten aufgenommen, schreckt das Grelle dieses Films ab. Die Musik von Ryuichi Sakamoto erzählt zwar minimalistisch von großen Gefühlen, doch bei all den Leidenschaften bleibt man ähnlich wie George letztendlich draußen im Regen stehen. Es bleibt die Ahnung von einem Künstlerleben und einer gescheiterten Beziehung.
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